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Termine 2018

Clubgeschichte 2017

Stand: 14. Juli 2018

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News 2006

Christbaumversenken im Neufeldersee

Heute trafen einander viele unserer Clubmitglieder am Neufeldersee zu unserem traditionellem Christbaumversenken. Nach so manchen Plaudereien (man hat sich ja doch einige Zeit nicht mehr gesehen) und dem ganz wichtigen Anheizen unseres Punschofens wurde es mit dem Tauchen ernst:


Der von Peter Bartl gespendete Baum wurde durch unsere jüngsten Clubmitglieder noch liebvoll geschmückt und anschließend von sechs aktiven Tauchern an seinen Platz auf der 10 m Plattform beim Seerestaurant gebracht und dort für die Fische zum Verzehr aufgestellt. Der restliche Tauchgang dieses Tages führte noch zum Kabinenboot im 12 Meter Bereich in Nähe der Plattformen und dann zurück zum Badesteg. Nach etwa 30 Minuten kam die Tauchgruppe wieder an Land.


Trotz der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Wassertemperatur von 7° C freuten sich die Teilnehmer dann doch über so manch wärmendes Labsal aus unserem gewohnt gut sortiertem Buffet.


Obwohl diesmal nicht ganz so viele Mitglieder den Weg an den See gefunden haben war auch diesmal dieses Christbaumversenken der Termin mit den meisten Teilnehmern. Die letzten Gäste haben gegen 14.00 Uhr den Neufeldersee verlassen und wir freuen uns schon auf rege Teilnahme an unseren Jour Fix Terminen im kommenden Jahr.

TÜV Gesetz für Tauchflaschen

Hallo Alle zusammen!


Damit es Euch nicht so geht wie mir, habe ich für Alle, die es noch nicht wissen, eine nicht uninteressante Information. Seit Ende 2005 gibt es neue Prüffristen für tragbare Tauchgeräte!


Sichtprüfung alle 40 Monate (die 10 Jahre wurden einfach durch 3 geteilt, darum die komische Zahl von 3,33 Jahren), Sicht- und Druckprüfung alle 10 Jahre. Der Text dieses Gesetzes kann bei Bedarf gerne übersandt werden.
Es gibt Tauchgeschäfte, die diese Fristen ernst nehmen (Gott sei Dank) und dann die Flaschen nicht mehr füllen, wie ich selbst schon leidvoll feststellen musste.


Ich hoffe diese Info war für die / den eine/n oder andere/n hilfreich.


Liebe Grüße an alle Aquanauten,


Raimund

Daedalus Reef Rotes Meer Ägypten

Tour: Brother Islands und Daedalus Reef
Termin: 2. bis 9. November 2006
Schiff: Heaven Freedom
Wetter: Wind und Welle
Temperaturen: Wasser 27-30° C, Luft ca. 30° C
Haiarten: Graue Riffhaie, Hammerhaie, Fuchshaie, Weissspitzenriff- und Weissspitzenhochseehaie

Valentin's Bericht vom Daedalus Reef (Abu el Kizan)

Wir drei Taucher sind mit dem Zodiac zur Nord West Spitze gebracht worden, beim Abtauchen auf ca. 10 bis 20 Meter Tiefe im Blauwasser kam ER endlich, der erste langersehnte Longimanus, der mich umkreiste, tief in meine Augen geschaut hat und beim Blick auf den Tauchcomputer und zu meinem Buddyteam hab ich dann am Rücken einen Stoß vom Longimanus auch noch abbekommen. Überhaupt hat er sich eine zeitlang scheinbar nur um mich gekümmert - welch aufregendes Erlebnis mit einigen tollen Fotos!

Ich möchte mich auch bei Peter B. bedanken, der mir das Tauchen beigebracht hat und ich diese wunderbare Begegnung erleben konnte, Danke!

Hechte im Erlaufsee

Trotz schönem Wetter konnten nur zwei Clubmitglieder motiviert werden, an den Erlaufsee zu fahren. Dieser liegt über 800 m hoch, sodass Bergseetauchen angesagt war. Vor uns sind zwar nur wenige Taucher eingestiegen, trotzdem war die Sicht durch aufgewirbelten Sand im tieferen Bereich relativ schlecht.

 

Daher haben wir auf rund 16 Meter unseren Abstieg in die Tiefe abgebrochen und sind zum Hechtgarten getaucht. Dort konnten wir uns in einer Tiefe von 2 – 4 Metern davon überzeugen, dass dieser Name zu Recht vergeben wurde. Jede Menge große Hechte warteten dort auf Ihre Beute. So konnten wir einige gute Fotos schießen, diese findet Ihr in unserer Fotogalerie.

Ungewohntes Schönwetter am Lunzersee

An Samstag, den26. August trafen einander ungewöhnlich viele Mitglieder unseres Tauchclubs beim Jour Fix Termin am Lunzersee ein. Die Gründe dafür waren scheinbar die wegen Schlechtwetter abgesagten Tauchgänge davor oder eben die Chance, an diesem Tag tolle Tauchgänge bei vorausgesagtem Schönwetter mitzumachen.

 

So richtiges Badewetter gab es an diesem Tag keines, daher hatten wir die Benutzung des Strandbades mit einer anderen Tauchgruppe und nur vereinzelten Badbesuchern zu teilen. Nach dem Briefing und der Gruppeneinteilung ging es ans Tauchen. Der Weg führte vom Einstieg beim Strandbad in Richtung oberes Ufer. Dort konnten wir nach etwa 15 Minuten Tauchzeit einige Baumstämme bewundern, die nach einem Murenabgang mittlerweile schön bewachsen im See fest verankert sind.

 

Leider war die Sicht an diesem Tag wegen vorangegangenem Hochwasser und dessen Folgen nicht so berauschend, aber das tolle Spätsommerwetter an diesem Tag konnte uns auch dafür entschädigen.

Bergseetauchen im Grüblsee

Dieser Bergsee in 1160 m Seehöhe im Bereiche der Skiarena Präbichl ist eine (Tauch-)reise wert! Zu dieser Erkenntnis kam Heinz S. bei einem Besuch am 14. August dieses Jahres.

Es handelt sich zwar um einen künstlichen Speichersee, der im Winter zur Schneeerzeugung durchaus bei magerem Pistenbelag dient, jedoch ist er auf Grund seiner Größe, des außergewöhnlichen Fischbesatzes und deren Zutraulichkeit und der sonstigen Infrastruktur durchaus einer näheren Betrachtung wert. Eigentlich ist er ja ein Geheimtipp, obwohl sich an seinem Ufer inmitten saftiger Bergwiesen und von hohen Bergen umrahmt, die höchstgelegene Tauchbasis Europas befindet und er schon vor längerer Zeit auch Eingang im Taucher NET gefunden hat.

Die konstante Tiefe beträgt rund 9m und nur als Taucher darf man mit dem PKW bis zur Basis heranfahren (Schotterstraße, etwa 500m lang, holprig). Die Basis bietet neben Füll- und Leihmöglichkeit auch die Annehmlichkeit von Speis und Trank. Die Benützungsgebühr für den See beträgt pro Taucher und Tag € 3,00 und beinhaltet auch Futter für die Fische - die warten schon drauf!

Aber nun die Besonderheiten: Nur wenige Meter zum bequemen Einstieg (Treppe oder Plattform-Sprung), kurz danach eine massive metallene UW Plattform für Übungen und einen außergewöhnlichen Fischreichtum (Regenbogenforellen in allen Größen, Seesaiblinge, Albinoforellen, Karpfen, Kois, etc., etc., und als besondere Attraktion Sterlets (Familie der Störe) bis 1,60 m Länge(!). Dazu noch eine Unzahl von anderen UW Objekten wie Schatztruhen, Figuren, ein gewundenes Rohr zum Durchtauchen, eine Taucherglocke, eine Kanone etc., also viele Möglichkeiten z.B. für UW Fotografen. Die jungen Basisbetreiber sind sehr nett und hilfsbereit.

Die Seebenützungsgebühr beinhaltet auch ein Döschen mit Fischfutter, welches nach seiner Öffnung für einen wahren "UW Streichelzoo" sorgt - vor lauter Fischen sieht man fast nichts mehr. Orientierungsprobleme gibt es aber keine, die Sichtweiten sind ausreichend. Vorherige telefonische Anmeldung empfohlen, da nur etwa 30 Taucher pro Tag zugelassen sein sollen. Bei unserem Besuch betrug die Wassertemperatur 13 Grad (Wettersturz! Seehöhe!), soll aber bis zu 20 Grad und mehr erreichen. Trocken- oder Halbtrockenanzug sicherheitshalber mitnehmen.

Brother Islands Rotes Meer Ägypten

Am Donnerstag Abend, dem 6. Juli 2006, traf sich die Tauchgruppe Lorenc am Flughafen Schwechat zur einwöchigen Tauchsafari mit Ziel Brother Islands. Da die Gruppe aus nur 9 (von 20 möglichen) Tauchgästen bestand war ein gemütliches Tauchen an Bord unseres Schiffes Nile Sat 1 zu erwarten.

Die Landung am Flughafen in Hurghada erfolgte pünktlich und nach dem Transfer in den Schiffshafen wurden wir mit dem Zodiak zu unserem schwimmenden Hotel gebracht, das für die kommende Woche Speisesaal, Tauchbasis und Unterkunft werden sollte. Wir Taucher bezogen unsere Kabinen und richteten unsere komplette Tauchausrüstung noch her, bevor es gegen 4 Uhr morgens doch noch ans Schlafen ging.

Am Freitag Vormittag liefen wir nach dem Frühstück und dem üblichen Papierkram (Prüfung der Tauchbrevets und Erstellen der Tauchgenehmigungen) aus dem Hafen aus. Unser erstes Ziel war der Tauchplatz Ras Disha südlich von Hurghada. Dieser Platz gilt als einer der südlichsten, die mit Tagesschiffen von Hurghada aus angefahren werden. Dort hat einmal unser Checkdive stattgefunden. Man sieht also, dass auf Safaribooten wirklich die Reise zu weit entfernten Zielen erst möglich wird.

Unsere nächste Reisestrecke führte bereits bis nach Safaga hinunter, wo wir Nachmittags- und Nachttauchgang am Middle Reef erleben konnten. Nach dem Abendessen ging unsere Fahrt dann richtig los, es folgte die Überfahrt zu den Brother Islands. Wir hatten Wetterglück und die Fahrt gestaltete sich überaus ruhig, der oft gefürchtete Wellengang in diesem Gebiet blieb komplett aus und wir erreichten unser Ziel Big Brother am Samstag im Morgengrauen.

Nach dem Festmachen des Schiffes ging es auch schon wieder ins Wasser. Wir betauchten die Nordseite von Big Brother wieder zurück an den Ankerplatz im Südosten der Insel. Die Artenvielfalt, die Größe der Fische und die Anzahl von Fischen in Schwärmen zusammenlebend kann man wohl nur in derart entlegenen Gebieten wie diesen zu sehen bekommen. Das klare Wasser trägt das Seinige zum ganz tollen Tauchvergnügen bei. Außerdem hatten wir Glück, außer unserem Schiff befand sich nur ein anderes an der Insel, sodaß wir uns mit anderen Gleichgesinnten nicht in die Quere kamen.

Die beiden anderen Tauchgänge dieses Tages führten uns an die Westseite der Insel, zu den Wracks der Numidia und der Aida, beides sehenswerte Tauchplätze mit klarem Wasser, guter Sicht und einigen kapitalen Zackenbarschen, die sich in den Wracks herumtreiben.

Gegen Abend besuchten wir noch die Insel und besichtigten den Leuchtturm. Von dort oben hat man einen wirklich einzigartigen Ausblick über die Weite des Roten Meeres, es ist außer den beiden Inseln kein Land zu sehen und der Sonnenuntergang gestaltet sich zu einem farbenprächtigem Schauspiel der ganz besonderen Art.

Sonntag und Montag verbrachten wir dann am Little Brother, dieser Platz ist für Großfischsichtungen bekannt und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Im Norden der Insel gibt es eine Putzerstation, in der sich Haie und andere Großfische von ungeliebten Parasiten reinigen lassen. Leider kann man sich dort den Fischen nicht nähern, ohne das diese sofort das Weite suchen. Wenn man aber genügsam ist kann man diese Haie mit weit geöffnetem Maul während der Reinigung gut beobachten, für gute Fotos ist die Entfernung allerdings zu groß.

Gesichtet haben wir dort als Highlights Hammerhaie, graue Haie, wahrhaft ausgewachsene Barakudas, Thunfische, Napoleons, Riesenmuränen, Makrelenschwärme, Regenbogenrenner und etliche andere Großfischschwärme.

Es gab aber auch andere hübsche Kleinode zu bewundern, wie z. B. einen netten Langnasenbüschelbarsch, der erst in einer Tiefe von unter 25 m anzutreffen ist. Unser Exemplar fanden wir in einer Tiefe von ca. 30 m in einer schönen Gorgonie und er hielt auch eine zeitlang still und ermöglichte uns dadurch ein paar Fotos von ihm zu machen, bevor er sich dann doch schnurstracks aus dem Staub machte.

Am Dienstag fuhren wir wieder zum Big Brother zurück, betauchten noch einmal die Nordseite mit den vielen Napoleons und einigen spektakulären Großfischschwärmen und noch zweimal das Wrack der Numidia. in einer Tiefe von ca. 30 m gibt es dort einen schönen Bewuchs der Geländer, einige Wrackteile des Transportgutes (Ersatzräder für Dampflokomotiven) und einige Großfische wie Barsche oder Titandrücker. Am Dienstag Nachmittag waren unsere Tauchgänge bei den Inseln zu Ende und wir mussten wieder zurück Richtung Hurghada aufbrechen.

Nachttauchen ist auf den Brother Islands wegen der teilweise möglichen gefährlichen Strömungen und der aus der Tiefe aufsteigenden und jagenden Haie nicht erlaubt und auch nicht empfehlenswert. Deshalb freuten wir Taucher uns doch über den nächsten Nachttauchgang, der in Hurghada bei Shaab Abu Ramada stattfinden sollte. Nach der achtstündigen Fahrt dorthin kamen wir um Mitternacht dort an und starteten diesen Midnightdive gegen alle Erwartungen der Schiffsbesatzung doch noch und wurden dafür mit der Sichtung einiger echter Nachtlebewesen (Scherengarnelen, Korallen- und Steinkrabben) belohnt.

Am folgenden Morgen starteten wir dort noch vor Eintreffen der Tagesboote einen weiteren Tauchgang mit etwa 90 Minuten Tauchzeit und beim Auftauchen hatte uns der Alltag in Hurghada wieder, es waren etwa 20 andere Boote mit uns an diesem Tauchplatz. Wir flüchteten daher in den Norden Hurghadas, um bei Dorfa El Fanus den letzten Tauchgang dieser Safari zu unternehmen. Leider stellte dieses Ziel nicht die gesetzten Erwartungen, das teilweise tote Gebiet konnte nach dieser sonst tollen Safari unseren gewohnten Ansprüchen nicht genügen.

Zum tollen Ablauf dieser Tauchsafari haben unser Diveguide Mahmoud, der Schiffskapitän und die gesamte restliche Besatzung wesentlich beigetragen und haben sich daher das erwartete Bakschisch auch wirklich verdient.

Leider mussten wir noch den restlichen Mittwoch und den gesamten Donnerstag im Hafen von Hurghada ohne Tauchen verbringen, bevor wir gegen Mitternacht wieder zum Flughafen zurück gebracht worden sind und unseren Flug nach Wien planmäßig gestartet haben.

Alles in Allem war diese Tauchsafari ein tolles Erlebnis und wir freuen uns schon auf die nächste Ausfahrt ins Rote Meer, es gibt dort sicher noch einige andere Gebiete, deren Betauchen sich auf jeden Fall lohnt!

Tauchen im Soboth Stausee

Am 2. Juli 2006 beteiligten sich Gretl, Heinz und Marcus an der vom AATC ausgeschriebenen und von Peter B. organisierten Fahrt zum Soboth-Stausee, der im Dreiländereck Steiermark Kärnten Slowenien liegt. Der See entstand in den Jahren 1988-1992 durch den künstlichen Stau des Feistritzbaches unter Beileitung verschiedener Nebenbäche. Letzteres zum Leidwesen der Wildwasserfahrer die hier, wie so oft auch anderswo, ein Kajakparadies verloren haben. Des einen Leid - des andern Freud, es entstand eine neue Tauchmöglichkeit.

Die Anfahrt erfolgt auf der A2 bis Graz - Abfahrt Lieboch, dann weiter auf der B69 über Stainz - Deutschlandsberg - Schwanberg - Eibiswald - St. Oswald - Soboth zur Dammkrone der Staumauer in 1080 m Seehöhe (Fahrstrecke von Wien ca. 260 km, Fahrzeit 2,5 - 3 Std).

Im Seecafe wurde zunächst ein Frühstück eingenommen und dann die orographisch linksufrige Seebegleitstraße zur Anfahrt zum vorgesehenen Tauchplatz beim Freizeitzentrum benützt. Hier gibt es ausreichend Parkplätze, eine große Liegewiese mit Tischen und Bänken, Zeltmöglichkeit und eine Imbiß - und Füllstation. Zum Taucheinstieg sind es nur ein paar Schritte. Der See fügt sich sehr schön in die umgebende Naturlandschaft ein. Gespannt waren wir auf die Sichtverhältnisse im See - nach Schilderungen anderer Taucher sollten sie ausgezeichnet sein. In dieser Hinsicht erlebten wir aber leider eine Enttäuschung: die Sicht erwies sich als miserabel, d. h. gegen Null. Da half auch die mitgeführte Tauchlampe nichts. Verantwortlich für diese Situation dürfte ein extremes Unwetter gewesen sein, welches sich am 29. Juni hier ereignete und offenbar für einen sehr hohen Sedimenteintrag in den See gesorgt hat. 30000 Haushalte waren in der Folge ohne Stromversorgung (Aussendung KELAG).

Eine Besonderheit des Tauchens im Soboth-Stausee an der von uns gewählten Stelle (und die Gemeinde macht auch Werbung dafür) ist die Möglichkeit, unter Wasser nach Bergkristallen zu suchen. Bei der Errichtung des Staudammes (Schüttdamm) befand sich an unserem Tauchplatz ein Steinbruch, wo Material für den Damm abgebaut wurde, er liegt heute unter Wasser und bildet die Steilwand. Im Steinbruch wurden zahlreiche bis einen Meter breite Klüfte im Schiefergneis angefahren, welche beim letzten Akt der Gebirgsbildung entstanden und bis zu 15 cm lange Bergkristalle enthalten, die aus SiO2-reichen Lösungen auskristallisierten. Diese Klüfte liegen heute bis zu 15 m unter dem Wasserspiegel und sind nur Tauchern zugänglich. Bei den hellen, grobkörnigen Einschlüssen innerhalb des Schiefergneises handelt es sich um Pegmatit (Feldspat, Quarz, Glimmer) und etwas Granat. Der Glimmer (Muskovit="Katzensilber") tritt in blättrigen, silbrig glänzenden Kristallen von einigen Zentimetern Durchmesser auf. Diese Lagen erzeugen einen Glitzereffekt im Scheine der Tauchlampen. Ein schmales, helles Marmorband mit Graphit und Zoisit liegt schichtparallel im Gneis. Diese Wechselfolge spiegelt die ursprüngliche Ablagerung von tonig-sandigem Material und kalkreichen Resten von Meereslebewesen wider (nach Dr. POSTL).

Der Tourismuschef der Region kam nun mit seinen Taucherkollegen auf die Idee, diesen Umstand zu nützen, und mit dem 1. "Kristall-Tauchen" ein attraktives Tauchangebot zu erstellen u. zw. der europaweit einzigartigen Möglichkeit, die geologischen Besonderheiten der Soboth unter Wasser zu erkunden. Entlang spezieller "Claims" die mit Nummern versehen wurden und mit Absperrbändern unter Wasser markiert sind (auf einer dort angebrachten Karte sind 8 Claims verzeichnet) werden diese "Kristall-Tauchgänge" propagiert. Das Suchgebiet erstreckt sich in einer Tiefe von 12-15 Metern. Eine offizielle Austragung soll angeblich stets am letzten Juli-Wochenende stattfinden. Darüber hinaus kann aber, wer mag, auch so suchen. (wir haben nichts gefunden, es aber auch nicht darauf angelegt - schon der Nullsicht wegen!). Bevor es ans Tauchen geht, meldet man sich bei der am See gelegenen Wasserrettung oder wenn - wie bei uns der Fall - dort niemand anwesen ist, gleich direkt im See-Cafè. Derzeit ist alles gebührenfrei.

Nach einem etwa 45 minütigem, ziemlich frustrierenden Tauchgang begaben wir uns zur Mittagspause ins See-Cafe (eigentlich auch ein Restaurant mit schöner Seeterrasse), wo man im übrigen äußerst preiswert verköstigt wird. Eine Schauwand mit Großfotos und Texten informiert über die Baugeschichte des Speichersees.

Die ausgiebige Mittagspause bewog uns dann allerdings - auch das Wetter war nicht so super - abweichend vom ursprünglichen Plan und angesichts der zuvor erlebten tristen Sichtverhältnisse, auf einen 2. Tauchgang zu verzichten und die umgebende Naturlandschaft etwas in Augenschein zu nehmen.

Abschließend ist festzustellen, daß der Soboth-Stausee sich - vorausgesetzt einer vorangegangenen Schönwetterperiode - sehr wohl für eine Gruppen-Fahrt eignen würde, besser wäre allerdings dafür mindestens ein ganzes Wochenende einzuplanen, nicht zuletzt auch seiner interessanten Tauchplätze wegen, die mühelos auf kurzem Weg erreichbar sind und wegen seiner herrlichen Lage, die auch Nichttauchern vielfältige Möglichkeiten bietet.